Armin Spengler, Geschäftsführer von KlimaShop!, spricht in der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ) der Handwerkskammer für Schwaben über die vergangene Hitzewelle und den Einsatz von Wärmepumpen als Klimaanlage.
Die Nachfrage nach Klimaanlagen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Während sie früher vor allem in Gewerbe und Industrie eingesetzt wurden, gewinnen sie inzwischen auch im privaten Wohnungsbau deutlich an Bedeutung.
Bei KlimaShop! ist der Umsatz im Privatkundengeschäft innerhalb der vergangenen zehn Jahre um das Drei- bis Vierfache gestiegen. Besonders während heißer Sommer und längerer Hitzeperioden nimmt die Zahl der Anfragen stark zu.
Deshalb empfiehlt es sich, eine Klimaanlage oder Wärmepumpe nicht erst im Hochsommer zu planen. Herbst und Winter sind ideal, um Beratung, Planung und Montage frühzeitig vorzubereiten.
Arbeiten bei Hitze: Gesundheit geht vor
Hohe Außentemperaturen sind auch für die Mitarbeiter/innen anstrengend. Vor allem auf Dächern, an Fassaden oder in aufgeheizten Technikräumen können die Temperaturen zur Belastung werden.
Deshalb werden die Arbeitsbedingungen während Hitzeperioden angepasst. Dazu gehören ausreichend Trinkpausen, angepasste Arbeitszeiten, Verschattung, und eine gute Planung der Einsätze.
Besonders dringende Fälle werden nach Möglichkeit bevorzugt behandelt. Dazu zählen beispielsweise Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen und ältere Menschen.
Kann eine Wärmepumpe auch als Klimaanlage eingesetzt werden?
Immer mehr Menschen wissen, dass eine Wärmepumpen nicht nur heizen, sondern je nach System auch kühlen kann.
Besonders Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich dafür gut. Sie können Räume im Sommer kühlen und im Winter beheizen.
In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage kann außerdem ein Teil des benötigten Stroms selbst erzeugt werden.
Welche Wärmepumpen eignen sich zum Kühlen?
Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen kann die Kühlung zum Beispiel über die Fußbodenheizung, Wandheizung oder Kühldecken erfolgen. Dafür müssen ausreichend große Flächen vorhanden sein. Dabei wird der Raum gekühlt, die Luftfeuchtigkeit aber nicht zusätzlich reduziert.
Luft-Luft-Wärmepumpen kühlen direkt über die Raumluft. Sie eignen sich deshalb besonders für Wohnhäuser, Büros, Hotels, Verkaufsräume oder andere Gewerbeobjekte.
Moderne Geräte sind außerdem für hohe Außentemperaturen ausgelegt und können je nach Modell auch bei etwa 43 bis 52 Grad Celsius zuverlässig arbeiten.
Wie verhält es sich in puncto Warmwasserbereitung?
Eine Splitklimaanlage beziehungsweise Luft-Luft-Wärmepumpe kann normalerweise kein Warmwasser erzeugen.
Andere Systeme wie Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen können dagegen sowohl die Heizung als auch die Warmwasserbereitung übernehmen und dadurch je nach Gebäude eine klassische Heizungsanlage ersetzen.
Politische Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel
Für Investitionen in Klima- und Wärmepumpentechnik sind verlässliche Rahmenbedingungen wichtig.
Dazu gehören langfristige Förderprogramme, schnellere Genehmigungen, mehr erneuerbare Energien und Investitionen in energieeffiziente Gebäude. Auch eine verständliche Aufklärung über Wärmepumpen und klimafreundlichere Kältemittel spielt dabei eine wichtige Rolle.
Wichtige Maßnahmen zur Klimaanpassung
Auch Gebäude und Städte müssen besser auf steigende Temperaturen vorbereitet werden.
Wichtige Maßnahmen sind unter anderem:
- mehr Bäume und Grünflächen in Städten
- Gebäudebegrünung
- bessere Verschattung
- energieeffiziente Sanierung
- intelligente Lüftungs- und Kühlsysteme
- frühzeitige Planung der Gebäudekühlung
Besonders sinnvoll ist es, Kühlung bereits beim Neubau oder bei einer Sanierung mitzudenken. So können Dämmung, Sonnenschutz, Lüftung und Kühlung gut miteinander kombiniert werden.
KlimaShop! aus Friedberg bei Augsburg plant, installiert, wartet und repariert Klima- und Wärmepumpensysteme für private und gewerbliche Gebäude.
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